Werden bei der Talentsuche wirklich die richtigen Kriterien angesetzt?

Aus Sicht der premiu GmbH wird in vielen Organisationen des Fußballs der Geburtsmonat bei Jung Jahrgängen völlig ignoriert. Zwischen einem am 01.01. geborenen und am 31.12. des Jahres geborenen Spieler liegen im Alter von 10 Jahren dann 10% seiner Lebenserfahrung. Natürlich kann der ältere Spieler ein höheres Leistungsniveau abrufen. Sie sind schneller, ausdauernder und kräftiger und können dadurch Spiele „gestalten“ und entscheiden.

In intensitätsfokussierten Spielmodellen wie z.B. Pressingkonzepten wirken fast immer ältere Spieler besser, da sie selbst schlechte Entscheidungen noch durch körperliche Überlegenheit ausgleichen können. Wenn der Erfolg, sich in Situationen durchzusetzen, nur allein davon abhängt, wie sich ein Spieler körperbetont „durchtanken“ kann, verliert die Qualität von Entscheidungen an Bedeutung. Taktische Mängel können auf diese Weise kaschiert werden, wodurch simple Lösungen forciert werden.

Nachwuchstrainer neigen sehr oft dazu, Spieler anhand von vordergründig körperlichen Merkmalen als (momentanes) Talent zu bewerten. Hier wird der Erfolg der Mannschaft größere Bedeutung beigemessen als der Entwicklung eines Spielers.

Zurück